Wachstum bringt Veränderung

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Seit den 1980er Jahren und dann noch stärker seit den 2000er Jahren ist das Festival erheblich gewachsen. Daher herrscht unter den Einwohnenden von Locarno weitgehend das Gefühl eines scheinbar grenzenlosen «immer mehr»: mehr Filme, mehr Budget, mehr Zuschauende, mehr Auszeichnungen, mehr Stars, mehr Raum, mehr Mitarbeitende, mehr Kontrollen, mehr Feiern ...

Ist dies allein auf den wachsenden Anteil des privaten Sektors im Rahmen der Veranstaltung zurückzuführen? Die Spuren des Sponsorings sind im öffentlichen Raum jedenfalls allgegenwärtig geworden, insbesondere auf der überaus beliebten Piazza Grande. In den 1990er Jahren setzte sich eine neue Form des Managements durch, die nicht nur eine unbestreitbare Professionalisierung der Veranstaltung ermöglichte, sondern auch zu einer Aufteilung und Spezialisierung der Aufgaben führte. Mit der zunehmenden Digitalisierung der Organisation wurden die Austausche auf internationaler Ebene sowohl schneller als auch umfangreicher.

Angesichts dieser Entwicklungen fragen sich die Zeitzeug:innen, die in diesem Video zu Wort kommen, ob das Festival seine Identität zu verlieren droht und seine Tradition des Engagements, insbesondere in Menschenrechtsfragen, nicht endgültig aufgibt.

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Dieses Video ist Teil der Ausstellung «Auch wir sind das Festival! Stimmen zur Geschichte des Locarno Film Festival».

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